Carport oder Garage: Vorteile, Nachteile – Vergleich der Kosten

Carport oder Garage? Ein Vergleich der Vorteile, Nachteile und Kosten für Garagen und Carports aus Holz, Stahl und Beton.

Natürlich braucht man beim Hausbau nicht sofort einen Unterschlupf fürs Auto. Aber in der Regel wird man ja bei der Grundstücksplanung ein bis zwei Stellplätze mit geplant haben. Unsere Autos stehen bis dort auch schön brav, haben aber noch kein Dach über dem Kopf. Das soll sich nun ändern, denn wir planen den Bau einer Garage oder Carport.

Viele Bauherren lassen das Thema “Carport oder Garage” oftmals eine ganze Weile links liegen. Nicht etwa, weil sie es nicht wollen, sondern vielmehr weil sie es nicht können (oder können wollen), denn ein Carport oder Garage verursacht hohe Kosten. Zumindest dann, wenn man nicht auf die aller günstigsten Caports aus dem Baumarkt setzt,

Das gute bei uns uns, dass der Platz und die Größe fast schon vorgeben ist. Aus der Lücke zwischen Hauswand und Nachbargrundstück gilt es nun das beste draus zu machen. Den Untergrund hatten wir beim Hausbau damals schon direkt auffüllen und verdichten lassen (das war unser Kranstellplatz) und vor dem Einzug auch noch direkt die komplette Auffahrt pflastern lassen.

An dem Carport bzw. Garage soll sich bei uns dann sogleich noch eine Terrassenüberdachung anschliessen um im Sommer auch gemütlich und schattig sitzen zu können. Beide Vorhaben sollen mit einem Schlag gemacht werden, um Synergien und Vorteile beim Aufbau zu nutzen.

Bleibt nun eigentlich nur noch die Frage: Carport oder Garage

Einen Vorteil bieten beide: das Auto ist vor Witterungseinflüssen wie Hagel oder auch zugefrorenen Scheiben im Winter geschützt. Im Sommer sorgt das schattige Plätzchen für einen kühleren Innenraum. Das war´s dann aber auch schon fast mit den Gemeinsamkeiten. Hier mal ein paar Vorteile und Nachteile im Vergleich:

Carport als Alternative zur Garage

Carport als Alternative zur Garage

Eine Garage bietet den bessern Schutz vor Wetter und Diebstahl, denn meist sind sie komplett geschlossen und mit einem abschliessbaren Tor versehen. Probleme können hier bei extremer Feuchtigkeit entstehen. In schlecht oder nicht belüfteten Garagen kann das Auto leichter Korrosion bzw. Rost ansetzen.ern”

Dagegen ist ein Carport für gewöhnlich an einer oder mehreren Seiten offen (Vorteil: Lässt die Luft besser zirkulieren). Natürlich gibt es auch Rolltore fürs Carport, aber im Prinzip hat man dann ja schon wieder eine geschlossene Garage. Wer möchte, kann aber natürlich auch die Seitenwände komplett schliessen. Es gibt diverse Paneele (oder auch diese Sichtschutzzäune) aus Holz mit denen man das Carport ergänzen kann.

Eine geschlossene Garage lässt sich beheizen. Gut für eine Party in der etwas kälteren Übergangszeit, oder auch für die Überwinterung von empfindlichen Pflanzen.

Garagen aus Stein, Beton oder auch Fertiggaragen benötigen auf lange Sicht kaum Pflege. Ein Carport aus Holz muss dagegen ab und an lasiert / gestrichen werden. Auch ist Holz oftmals nicht so langlebig bzw. anfälliger als das Material einer Garage.

Der Nachteil einer Garage ist dagegen das Erscheinungsbild. Es wirkt meist extrem wuchtig und grenzt den Platz des Grundstücks komplett ab, da durch die geschlossene Form keinerlei Freizügigkeit entsteht.

Hier bietet das Carport oftmals den Vorteil, dass es etwas locker leichter (fast schon filigraner) daher kommt und sich somit meist besser in die Umgebung einfügt. Es ist nicht so aufdringlich und lässt genügend Licht. Und je nach Material (Holz, Glas oder Stahl), Farbe und Form kann ein Carport auch tolle rustikale bis moderne Akzente setzen. Eine große Auswahl gibt es zudem bei der Dachform des Carport. Beim bauen am einfachsten und daher am günstigsten sind abfallende Flachdächer. Aber auch dem Haus nachempfundene Satteldächer (am besten mit den gleichen Ziegel wie auf dem Haus) oder auch ganz ökologisch korrekt begrünte Dächer.

Standort des Carport / Garage

Wenn der Standort vorgeben ist, muss man daran einfach die Planung ausrichten. Generell kann man natürlich eine Garage oder ein Carport direkt ans Haus anbauen oder aber auch freistehend aufbauen. Je nach Größe kann es somit auch den Garten vom Einfahrtsweg oder Straße abtrennen. Ob das ein Vorteil oder Nachteil für einen ist sollte man dabei selbst entscheiden.

Größe des Carport / Garage

Bei der Planung sollte bedacht werden, dass ein Carport oder eine Garage selten nur als reiner Unter-Stellplatz fürs Auto genutzt wird. Oftmals dient es zusätzlich als Stellfläche oder zur Aufbewahrung. Typisch sind hier Werkbank/Werkstatt, Fahrräder, Autoutensilien (zb Winterreifen/Sommerreifen) oder auch Gartengeräte wie Rasenmäher, Spaten, Schaufel und co.

Während man bei einer Garage einfach nur den Innenraum entsprechend groß gestalten muss, sollte man ein Carport am besten noch durch einen Schuppen im hinteren Bereich erweitern. Ein zusätzliche (abschliessbarer) Fahrradunterstand kann ebenfalls hilfreich sein.

Bei der Größe sollte man sich einfach an den gängigen Automaßen orientieren. D.h. mind. 2,50 Breite sowie 5 Meter Tiefe – da sind nun aber noch keine Stellflächen eingerechnet. Je nach dem wie bequem man es beim ein und aussteigen haben möchte sollte entsprechend größer geplant werden. Ist an der einen Seite an der man aussteigen möchte eine Mauer bzw. wenn das Carport dort geschlossen ist, so sollten Sie hier mindestens einen zusätzlichen Meter einplanen.

Die Maße hier gelten dabei für ein Einzelcarport bzw. Einzelgarage. Für zwei Autos benötigt man ein Doppelcarport / Doppelgarage welche entsprechend größer ausgelegt ist.

Kosten Carport vs Garage

Bei den Kosten waren wir doch etwas überrascht. Per sé würde man sicherlich davon ausgehen, dass eine massive Garage aus Stein oder Edelstahl immer teurer als ein Carport sein muss. Meist ist das auch so. Aber der Umkehrschluss (naja fast), dass ein Carport wesentlich günstiger als eine Garage ist stimmt leider nicht unbedingt. Wie gesagt, wir reden hier nicht über die extrem günstigen 0815 billig-Carports aus dem Baumarkt.

Für unsere Planung hatten wir mehrere Preise und konkrete Angebote für Garagen und Carports eingeholt. Und so weit weg waren die alle nicht.

Für unser Vorhaben hätten wir für eine massive Garage rund 10.000 Euro rechnen müssen. Für eine Fertiggarage zwischen 7. und 8.000 Euro. Im Gegenzug dazu lag unser Premium! (was auch immer das sein soll, wahrscheinlich artgerecht gefällte Bäume ;-)) Carport bei knapp 7.000 Euro. Wer aufgepasst hat und gelesen hat, dass sich da noch die Terrasse anschliesst, bekommt eine Vorstellung davon, was die gesamten Aussenanlagen beim Hausbau kosten können.

Fazit: Vergleich Carport und Garage

Aufgrund der optischen Vorteile und weil es bei uns einfach besser zum Grundstück und den Gegebenheiten passt, werden wir wohl ein Carport bevorzugen. Wir werden dabei auf eine ordentliche (Holz-) Qualität achten und das ganze mit einigen tollen Details ausstatten sodass es (hoffentlich) perfekt zu unserem Einfamilienhaus passt.

Update: Wir haben uns mittlerweile ein Carport selber gebaut – hier auf unserem Hausbau Blog gibt es die Infos und Fotos dazu.



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