Kosten Bodengutachen / Baugrundgutachten vor dem Hausbau

Baugrundgutachten: Bohrung in der Ecke der BodenplatteWas kostet ein Baugrundgutachten für den Hausbau? Und was müssen Sie für ein Bodengutachten an den Baugrundgutachter bezahlen? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Wenn Sie einen Neubau planen, stehen Sie zunächst vor einer Vielzahl an Kosten, die Sie wahrscheinlich nur sehr schwer einschätzen können. Erfahren Sie hier, was Bodengutachten und Baugrundgutachten kosten.

Kosten Bodengutachen / Baugrundgutachten

Bevor Sie mit dem Neubau Ihrer eigenen vier Wände beginnen können, muss Ihr Baugrundstück von einem Baugrundgutachter unter die Lupe genommen werden. Die Ergebnisse sind u.a. auch Bestandteil des Bauantrags.

Der von Ihnen bestellte Gutachter prüft die Festigkeit und Wertigkeit des Baugrundstücks und erstellt über seine gewonnenen Erkenntnisse ein Gutachten. Sämtliche Bodenuntersuchungen werden in diesem Baugrundgutachten in einem sogenannten „Geotechnischen Gutachten nach DIN 4020 mit einer Darstellung und Bewertung aller relevanten geotechnischen und hydrologischer Kenntnisse des Untersuchungsstandortes“ niedergeschrieben.

Baugrundgutachten: Bohrung in der Ecke der Bodenplatte

Baugrundgutachten: Bohrung in der Ecke der Bodenplatte

Kurz gefasst: Der Baugrundgutachter führt an den Ecken der geplanten Fundamentplatten Bohrungen bis zu sechs Meter Tiefe durch. Hierbei untersucht er die Zusammensetzung des Baugrunds, auf welchem Ihr Haus errichtet werden soll.

Diese Fragen werden im Baugrundgutachten erörtert

  • Wie ist die geologische Situation Ihres Grundstücks?
  • Wie sind die Baugrundverhältnisse?
  • Wie sind die hydrologischen Verhältnisse?
  • Welches sind die Eigenschaften und Kennwerte der Böden?
  • Wie sind die hydraulischen Durchlässigkeiten und die aktuelle Versickerung?
  • Wie ist die Lagerungsdichte?
  • Wie ist die Frostveränderlichkeit?
  • In welcher Form ist die Verdichtbarkeit gegeben?

Mängel vorhanden? Anpassungen sind möglich!

In Ihrem individuellen Baugrundgutachten wird also festgestellt, wie viel Mutterboden, wie viel Kies oder sonstige Erde unter Ihrem geplanten Bauplatz vorhanden ist.

Wichtig zu wissen ist: Wie läuft das Wasser ab? Versickert es leicht? Und wie arbeitet das Grundwasser: Wie verhält es sich im Winter mit Frost? Sind die Ergebnisse nicht zufriedenstellend, wird es nötig, Anpassungen vorzunehmen: Verstärkungen oder Verdichtungen beispielsweise.

Kosten für ein Bodengutachten: konkretes Beispiel

Finden Sie hier einen Überblick über den Preis für ein Bodengutachten. Die hier angegebenen Preise stützen sich auf ein Angebot eines Geoingenieurbüros in Brandenburg nahe Berlin.

Neben der An- und Abfahrt berechnet das Ingenieurbüro für das Einmessen der Aufschlüsse, das Umsetzen der Bohrausrüstung und für diverse Nebenkosten 50 Euro. Hinzu kommt für eine diagonale Kleinbohrung an den Ecken der Fundamentplatte eine Gebühr in Höhe von 150 Euro. Das Geotechnische Gutachten nach DIN 4020 kostet 170 Euro.

Das macht also Kosten für das Bodengutachten von ca. 440 Euro inclusive Mehrwertsteuer.



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