Kosten & Höhe der Grunderwerbssteuer beim Grundstückskauf & Hausbau

Hausbau - Diese Versicherungen sind wichtigInfos über die Kosten & Höhe der Grunderwerbssteuer beim Grundstückskauf & Hausbau. Überblick der Höhe der Grunderwerbssteuer nach Bundesland.

Eine recht kostspielige Steuer ist die Grunderwerbssteuer, die Sie bei der Planung vom Kauf eines Grundstücks nicht vergessen dürfen. Diese richtet sich nach der Höhe des Grundstückspreises. Je nach Bundesland fallen hier unterschiedlich hohe Berechnungsgrundlagen für die Grunderwerbssteuer an. Wir geben Ihnen einen Überblick, damit Sie Ihren Grundstückskauf vorab realitätsnah kalkulieren können.

Übersicht und Berechnung der Grunderwerbssteuer

Wer in Deutschland ein Grundstück kauft ist verpflichtet, Grunderwerbssteuer zu entrichten. Je nach Bundesland wird ein festgelegter prozentualer Anteil des Grundstückskaufpreises in Rechnung gestellt. Hier erhalten Sie eine Übersicht über die aktuellen Berechnungsgrundlagen:

Grunderwerbssteuer nach Bundesland
Baden-Württemberg 5,0 %
Bayern 3,5 %
Berlin 6,0 %
Brandenburg 5,0 %
Bremen 5,0 %
Hamburg 4,5 %
Hessen 5,0 %
Mecklenburg-Vorpommern 5,0 %
Niedersachsen 5,0 %
Nordrhein-Westfalen 5,0 %
Rheinland-Pfalz 5,0 %
Saarland 5,5 %
Sachsen 3,5 %
Sachsen-Anhalt 5,0 %
Schleswig-Holstein 6,5 %
Thüringen 5,0 %
Steuersatz bezogen auf den Grundstückskaufpreis (Stand 01.01.2014)

Höhe der Grunderwerbssteuer

Wenn Sie also in Rheinland-Pfalz ein Grundstück für 95.000 Euro Kaufpreis erwerben, werden Ihnen 5 Prozent dieses Kaufpreises als Grunderwerbssteuer in Rechnung gestellt. Dies verursacht zusätzliche Kosten in Höhe von 4.750 Euro die sie den Nebenkosten beim Grundstückskauf hinzu rechnen können.

Grunderwerbssteuer an das Finanzamt bezahlen

Für die Kaufabwicklung wird ein Notar und weitere Kosten benötigt. Dieser übermittelt alle notwendigen Unterlagen an das zuständige Finanzamt. Sie bekommen nun einen Brief vom Finanzamt, in dem dieses die anfallende Grunderwerbssteuer von Ihnen anfordert. Haben Sie diese beglichen, gibt das Finanzamt an Ihren Notar eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung weiter. Diese berechtigt den Notar dazu, die Eintragung Ihres Grundstücks ins Grundbuch zu beantragen.

Grunderwerbssteuer bei Eheleuten?

Kaufen Eheleute gemeinsam ein Grundstück, gehört dieses jedem der beiden zur Hälfte. Was heißt: Die Grunderwerbssteuer wird gesplittet. Statt beispielsweise 5 Prozent in Rheinland –Pfalz bekommt jeder der beiden Eheleute eine Rechnung mit der Grundlage 2,5 %. Seien Sie also nicht verwundert, wenn zwei Bescheide für die Zahlung von Grunderwerbssteuer bei Ihnen eingehen. Alles hat seine Richtigkeit.

Ebenfalls wissenswert ist, dass wenn Sie Grundstückskauf und Hausbau vom selben Bauträger in Anspruch nehmen, dass dann die Grunderwerbssteuer auf den gesamten Kaufpreis angerechnet wird – nicht nur auf das Grundstück.